Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)

Das Bronchialkarzinom entsteht in den Verzweigungen der Luftröhre (Bronchien) und breitet sich häufig in die Lymphknoten entlang der Bronchien bis in das Mediastinum (Zwischenlungenraum) aus. Es kommt in zwei Hauptformen, dem kleinzelligen und dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom vor.

Für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom und andere) sind die Behandlungsmöglichkeiten abhängig von der Tumorausbreitung. Für umschriebene, kleinere Tumoren (<4cm) ohne Lymphknotenmetastasen kommt neben der Operation die stereotaktische Bestrahlung (zum Beispiel mit dem CyberKnife) in Betracht, wobei hier meist nur drei bis fünf (bis acht) Bestrahlungssitzungen erforderlich sind. Häufig ist vorher die Implantation eines kleinen röntgendichten Markers im Tumor erforderlich. Dieser kleine Eingriff wird von der Radiologie der Uniklinik Köln durchgeführt.

Für fortgeschrittene, operable Tumore wird meist eine zeitlich gestaffelte Kombination aus Operation, Bestrahlung und Systemtherapie angewendet. Größere, inoperable Tumore oder solche mit fortgeschrittener Lymphknotenmetastasierung werden mit einer simultanen Radiochemotherapie behandelt. Hierbei wird in einem Zeitraum von sechs bis sieben Wochen einmal täglich eine Bestrahlung und dazu parallel eine Chemotherapie durchgeführt. Gegebenenfalls erfolgt im Anschluss noch eine Immuntherapie über die hiesige Medizinische Klinik I für Hämatoonkologie.

Auch das kleinzellige Bronchialkarzinom wird stadienabhängig therapiert. Im sehr frühen Stadium (very limited disease) kann eine operative Therapie erfolgen, während im frühen Stadium (limited disease) primär mittels Chemotherapie und Strahlentherapie behandelt wird. Während der Chemotherapie wird dann so früh wie möglich eine zusätzliche Strahlenbehandlung des Tumors eingeleitet. Oft ist danach auch noch eine prophylaktische (vorbeugende) Bestrahlung des Gehirns erforderlich, da hier häufig Metastasen (Absiedlungen) erfolgen. Im weiter fortgeschrittenen Stadium (extensive disease) kommt primär die Chemoimmuntherapie zur Anwendung. Im weiteren Verlauf kann eine konsolidierende Strahlentherapie erwogen werden. 

Auch kann eine Bestrahlung zur Behandlung von symptomatischen Metastasen erfolgen. Diese wird häufig sehr effektiv zur Schmerzlinderung, Vorbeugung einer Fraktur oder Therapie anderweitiger Beschwerden angewendet. Bei Hirnmetastasen kommt die stereotaktische Strahlenbehandlung (zum Beispiel mit dem CyberKnife) sehr erfolgreich zum Einsatz. Bei vielen und / oder großen Metastasen wird eine Ganzhirnbestrahlung durchgeführt.

Während und nach der Bestrahlung kann es zu Nebenwirkungen kommen, über die der Patient vor Beginn der Therapie ausführlich informiert und aufgeklärt wird. Unser Team an den Bestrahlungsgeräten und auf Station begleitet die Patienten während und nach der Therapie.

Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen und Sie bestmöglich zu unterstützen.

Kontakt

Markus Heiming, Fachkrankenpfleger
Telefon +49 221 478-98740
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