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Gutartige Erkrankungen

Können gutartige Erkrankungen bestrahlt werden?

Die Strahlenanwendung hat einen festen Platz in der Therapie gutartiger Erkrankungen. Hier werden deutlich niedrigere Dosen als bei einer Behandlung bösartiger Tumore angewendet. Dadurch sind Nebenwirkungen sehr selten.

Wie ist die Wirkung der Strahlentherapie?

Durch die Therapie kommt es zur Auslösung antientzündlicher Reaktionen, d.h. Ausschalten von Entzündungszellen, im bestrahlten Gebiet. Bestehende Gelenkschmerzen können gelindert oder vollständig beseitigt werden.

Wann bestrahlt man gutartige Erkrankungen?

Es sind vor allen Dingen entzündliche oder degenerative Erkrankungen. Bei Überlastung oder Fehlstellung kann es zu Veränderungen an Knochen, Sehnen und Gelenkknorpel kommen, die häufig mit schmerzhaften Bewegungseinschränkungen verbunden sind. Ist eine Besserung der Beschwerden durch Medikamente oder physiotherapeutischer Behandlung nicht zu erreichen, kann eine Bestrahlung in Frage kommen.

Welche Erkrankungen können bestrahlt werden?

Degenerativ-entzündliche Weichteilerkrankungen

  • Tennis- und Golferellenbogen (Epicondylitis humeri)

  • Schmerzhafte Schulter (Periarthritis humeroscapularis)

  • Schmerzhafte Ferse (Fersensporn)

Schmerzhafte degenerative Gelenkerkrankungen

  • Daumensattelgelenk

  • Fingergelenke

  • Schultergelenke

  • Kniegelenk

  • Hüftgelenk

Wuchernde Bindegewebserkrankungen

  • Rezidivprophylaxe bei Narbenwucherung (Kelloiden)

  • Knoten/Stränge der Hohlhand (Morbus Dupuytren)

  • Knoten/ Stränge der Fußsohle (Morbus Ledderhose)

  • Verkrümmung des Penis (Induratio penis plastica)

Strahlentherapie zur Prophylaxe von gutartigen Erkrankungen

Prophylaxe von Verknöcherungen (heterotope Ossifikationen) nach Hüftgelenksersatz oder Myositis ossificans der Weichteile.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nach den ersten Bestrahlungen kann es manchmal zu einer vorrübergehenden Verstärkung der Symptome kommen.

Wann zeigt sich der Erfolg der Behandlung?

Eine Beurteilung des Behandlungserfolges sollte frühestens nach 6-8 Wochen erfolgen. Die Therapie kann 60-80 % der Beschwerden langfristig lindern. Meistens tritt die Wirkung in einem Zeitraum von 1-14 Wochen ein. Bei Restbeschwerden kann eine weitere Bestrahlungsserie erfolgen.

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